Schallschutzmauer

Das Heim 125 in Princesa Isabel-PB liegt eigentlich in einer wenig befahrenen Seitenstraße. Nur leider liegt genau gegenüber, auf der anderen Straßenseite, eine metallverarbeitende Fabrikation von Aufbauten für Tanklastwagen. Es wird gehämmert und gefräst was das Zeug hält.

Unsere Mitarbeiterinnen sind zwar hart im nehmen, was diesen Krach angeht, aber ich habe nun den Bau einer „Schallschutzmauer“ in Angrif genommen.

So sah der Eingang des Heimes „Haus Helmut“ über viele jahre aus:rek125-2016-04-22-110838Die Mauer an der Straße wurde nun bis auf die Höhe des Hauses aufgestockt. Dabei wurde auch der Eingang nach links verlegt. Hier Bilder des Umbaus:rek125-2016-08-23-092631Es wurde zunächst Platz für die neue Tür geschaffen. Anschließend wurde viel  gemauert:rek125-2016-08-25-141320Nun sieht das Ganze von der Straße aus so aus:rfi2016-09-23-155956Mit neuer, 1,2m breiter Holztür und derzeit noch etwas zu weiß. In Kürze wird die freie Fläche bemalt werden, denn derzeit laufen einige Mütter an unserem Heim vorbei, weil sie es nicht mehr finden…

Der Lärm im Büro ist nun deutlich geringer.

Handgeschriebene Quittungen

Es gibt in Brasilien immer noch viele Geschäfte, in denen keine „Scannerkasse“ steht, sondern wo noch per Taschenrechner die Einkäufe summiert werden und mit etwas Glück auch der korrekte Betrag am Ende herauskomt. Es gab aber auch schon Quittungen in der Art: 5 Artikel á R$10 = R$70. So hat der Laden versucht R$20 nebenbei zu kassieren.

Rette ein Kinderleben e.V. hat daher seit jeher alle diese handgeschriebenen Quittungen erneut kontrolliert und nachgerechnet. Eine immens zeitaufwändige Arbeit, aber notwendig um die korrekte Verwendung der Spendengelder zu überprüfen. Dazu kam, dass bis vor einigen Monaten all dies erst mit mehreren Wochen Verzögerung erledigt werden konnte, da der Postweg von Brasilien nach Deutschland sehr lange dauert.

Heute sind alle Heime mit einem Computer ausgerüstet (Windows 10 Enterprise mit Office 365 und OneDrive). So können wir diese Kontrollarbeit nun deutlich vereinfachen und sehr viel schneller erledigen.

Hier eine übliche Quittung, wie sie in der Praxis häufig vorkommt:q1Und hier nun der gleiche Inhalt in einer Excel-Tabelle, in die das Heim nun gleich nach dem Einkauf Waren und Werte eintippt:q2Auf diese einfache Art können die Quittungen nun direkt vor Ort im Heim auf Richtigkeit überprüft werden, denn die Summen errechnet jeweils Excel. Sollte das Geschäft einen Fehler machen, kann umgehend reklamiert werden.

Da alle Daten aller Heime kontinuierlich über die Cloud „OneDrive“ auf die Rechner und unsere Server in Limburg und Berlin synchronisiert werden, stehen diese Informationen wenige Sekunden später auch in Deutschland zur deutlich vereinfachten Nachkontrolle zur Verfügung.

Die Schulung dieses neuen Verfahrens für unsere Mitarbeiter in Brasilien hat diesmal unserer Assisentin des Heimes 101, Lucélia, übernommen. Sie hatte in der Vergangenheit mehrere Computerkurse besucht und schnell verstanden, was ich ihr erkärt hatte.excHier die Schulung im Heim 103. Von links:
Regivânilia (Assistentin Heim 109 – leider halb verdeckt)
Gabriela (Assistentin im Heim 110)
Lucélia (Assistentin im Heim 101)
Anália Adriele (Heimleiterin im Heim 109)
Taís (Heimleiterin im Heim 110)
Marília (Assistentin im Heim 112 – leider verdeckt)
Cláudia (Heimleiterin im Heim 112)

Eine andere Schulung zuvor in unserem Heim 122 in Jaqueira-PE:

davDie Heimleiterin Adriana wendet uns leider den Rücken zu, Lucélia ist komplett verdeckt, die Assistentin des Heimes 103, Verônica, hat die Hand vor dem Gesicht, von hinten sieht die Assistentin Elane zu.

Dieses Excel-Verfahren eigenet sich ebenfalls sehr gut zur Kontrolle der Kasenbücher der Heime. Alle Heime tippen nun jeweils, wenn eine Seite vollgeschrieben ist, den Inhalt in eine solche Tabelle ab und kontrollieren so, ob alles richtig zusammengerechnet wurde.

Wahlkampf in Brasilien

Hier stehen im Oktober die Wahlen der Kommunalpolitiker an. Ein riesen Zirkus, der hier veranstaltet wird. Überall Lautsprecherwagen, die extrem laut per gesungenem oder gesprochenem Text den einzig richtigen Kandidaten anpreisen. Überall auf den Straßen „Fußvolk“ mit Fahnen, auf denen die Nummer des Kandidaten prangt.

Es geht für die gewählten Kandidaten um viel Geld. Ist man erstmal Bürgermeister, hat man sich in aller Regel in kurzer Zeit ein neues, großes Haus gebaut und lebt nicht schlecht. Das Geld war zwar eigentlich für die Stadt gedacht, aber in Brasilien geht man mit sowas etwas lockerer um… „Berühmt“ in den Medien, bis hin nach Deutschland, wurde ja vor ca. 2 jahren eine Bürgermeisterin, die alle ihre neuen Anschaffungen stolz auf Facebook zeigte…bis sie doch tatsächlich wegen Veruntreuung von Staatsgeldern verhaftet wurde. Eine Ausnahme.

In Princesa Isabel-PB, wo wir unser Heim 125 betreiben, hat der amtierende Bürgermeister schon seit 5 Monaten keine Gehälter mehr an seine städtischen Mitarbeiter mehr ausgezahlt. Das Geld war schlicht verbraucht. Das Gleiche in União dos Palmares-AL, wo unser Heim 124 steht. Der Eheman unserer Assistentin vor Ort arbeitet bei der Stadt und seit 3 Monaten gab es keinen Lohn mehr.

Welch eine Freude war es dann für mich zu sehen, dass es auch anders geht. In Igaci-AL, wo das Heim 102 steht, sind neuerdings alle Straßen geteert. Keine holprigen Sand- oder Steinwege mehr.

davUnsere Heimleiterin Elizabete berichtete von diversen Wohltaten, die der Bürgermeister für die Bewohner der Stadt ermöglicht hat. Er kümmert sich sehr um die Sorgen und Belange seiner Stadt. Elizabete meinte, ich müsse ihn unbedingt kennenlernen.15Gesagt getan… Einige Häuser weiter wohnt der Bürgermeister von Igaci-AL, der natürlich auch im Wahlkampf ist und dem ein Besuch aus Deutschland natürlich auch sehr gelegen kam. Er steht auf der Liste Nr. 15, daher die beiden Hände, die eine 15 zeigen sollen…

Ein paar hundert Kilometer weiter im Hinterland, in der Stadt Triunfo-PE kämpft unsere Heimleiterin des Heimes 101, Sandra, um die Wiederwahl als Stadtverordnete. „Sandra da Alemanha“ darf man nicht allzu wörtlich nehmen, aber es ist eben Wahlkampf, und da heißt es: Auffallen um jeden Preis.

mdeBei der vorletzten Wahl hatte sie es nicht geschafft, weil ein anderer Kandidat den Leuten einen Tag vor der Wahl erzählt hatte, Sandra würde nicht mehr kandidieren… Bei der letzten Wahl hatte sie es dann geschafft und wurde Stadtverordnete (Vereadora). Diesmal kämpft sie gegen kleine Geldgeschenke anderer Kandidaten, die versuchen sich Stimmen zu erkaufen. Es wird mit harten Bandagen gekämpft, denunziert, gelogen was da Zeug hält, um an die Stimmen der Anderen zu kommmen.

Geschäfts- und Rechenschaftsbericht 2015

Wie jeder gemeinnützige oder mildtätige Verein muss auch Rette ein Kinderleben e.V. jedes Jahr dem Finanzamt gegenüber nachweisen, dass die eingenommenen Spendengelder satzungsgemäß verwendet wurden. Dazu werden alle Einnahmen und Ausgaben kategorisiert, summiert und in verständlicher Form dem Finanzamt zugeschickt.

Diese Informationen werden außerdem in der jährlich stattfindenden Hauptversammlung der Mitglieder von Rette ein Kinderleben e.V. vorgelegt.
Die Mitglieder stimmen dann, grob gesagt, darüber ab, ob der Vorstand korrekt gearbeitet hat. Dieser Vorgang nennt sich „Entlastung des Vorstandes“. (Bitte nicht verwechseln mit „Entlassung“ )

In den vergangenen 3 Jahrzehnten wurde dieser Bericht niemals beanstandet und der Vorstand regelmäßig entlastet. Allerdings wurde dieser Bericht niemals außerhalb von Finanzamt oder Mitgliederversammlung veröffentlicht. Ich möchte dies nun ändern und auch solche Informationen veröffentlichen.

Seit Ende 2014 bin ich nun der 1. Vorsitzende von Rette ein Kinderleben e.V.
Mein erstes Jahr, über das ich eine solche Rechenschaft ablegen muss, ist das Jahr 2015. Das Finanzamt ist bereits im Besitz der Dokumente und hatte keine Beanstandungen. Nun muss noch die nächste Mitgliederversammlung die Entlastung beschließen.

Da die Mitgliederversammlung bislang immer im Dezember stattfand, also das laufende Jahr noch nicht abgeschlossen war, konnte immer nur die Entlastung für das Vorjahr ausgesprochen werden. Auch dies habe ich angepasst: Die Jahreshauptversammlung findet ab jetzt immer im Januar statt, so dass das über das vorige Kalenderjahr ebenfalls entschieden werden kann. Dadurch liegen in Zukunft aktuellere Daten vor.

Für das Jahr 2015 kann ich schon soweit Details bekanntgeben, dass ich den Verwaltungskostenanteil auf rund 15% gedrückt habe. Mehr dann nach der „Entlastung“.

 

 

 

Betten und Matratzen

In Princesa Isabel im Bundesstaat Paraíba steht unser Haus 125 „Casa Helmut“. Dort hatten früher über 40 Mädchen wochentags ihr Zuhause. Aus Kostengründen (der Wechselkurs des brasilianischen R$ war zu stark geworden) mussten wir vor rund 7-8 Jahren die betreueunden Mitarbeiter entlassen und die Mädchen wieder zu Ihren Familien zurück schicken.

Seitdem standen die beiden Schlafsäle leer. Ich bekam neulich neue Fotos des Heimes, darunter auch dieses:ReK125-2016-05-31-082848Die Wand schmutzig, weil über die Jahre Wasser durch die Holzfenster kam, die Matratzen auch nicht mehr 1. Wahl…

Ich habe daraufhin entschieden, dass diese Betten nicht weiter vor sich hin rosten sollen, sondern an Familien verschenkt werden, die zu Hause bislang keine Betten haben, sondern nur z.B. zu fünft auf einem Stück Schaumstoff schlafen…

davEs gibt leider noch viel zu viele Familien, die praktisch auf dem Boden schlafen, inmitten der Insekten…ReK101-15-11-04-163258

In kürzester Zeit waren die „Beliches“ (Doppelstockbetten) abgebaut und zum Transport bereit.

ReK125-2016-06-16-153558Per Schubkarre oder auch per Esel ging es dann viele Kilometer zu den einsamen Wohnhäusern (Sítios) auf dem Land.ReK125-2016-06-16-153533Der Schlafsaal wird nun neu gestrichen und die verbliebenen Betten aus dem 2. Schlafsaal werden in beide Räume verteilt. Da der Kurs des R$ derzeit wieder günstiger für uns ist, soll schon bald wieder mit neuen „semi-internen“ KIndern frisches Leben ins Heim einziehen.


In Santa Cruz da Baixa Verde im Bundesstaat Pernambuco, wo wir unser Heim 127 „Casa Anna“ betreiben wurden alle Betten entrostet, gereinigt und neu gestrichen. ReK127-2016-07-15-092119So sah es dort gestern abend aus, nachdem alle Betten wieder in frischem Glanz erstrahlten: (Natürlich wurden Sie auch später wieder in die 3 Schlafsäle verbracht)ReK127-2016-07-16-175409Das Foto wurde übrigens um 17:54h aufgenommen. Durch die Nähe zum Äquator ist es dort gegen 18:00Uhr schon dunkel… Die Sonne „fällt“ praktisch vom Himmel. Eine lange Dämmerung gibt es nicht. Als wenn jemand einen Schalter ausschaltet…

Novas fardas – neue „Uniform“

Über viele Jahrzehnte trugen unsere internen Patenkinder zu „offiziellen“ Anlässen eine gleichartige Kleidung in Weiß mit schwarzem Kragen. ReK127-2016-04-07-070530Oft stand hinten in großen Buchstaben R.e.K. aufgedruckt. Das hat sich aber in der Praxis leider als negativ herausgestellt (*) und die Kinder wurden manchmal „gehänselt“.

Nun war es an der Zeit hier etwas grundlegend zu verändern:

ReK127-2016-06-28-150516Unsere neuen „Fardas“ sind Avocadogrün und ohne Schriftzug oder Symbol. Dafür aber mit Schwarz-Rot-Gold. Die Kinder durften sich die Farbe selbst aussuchen. Nun wollen sie die neuen Shirts fast gar nicht mehr ausziehen.

Auch im Heim 126, Casa Katja, trägt man nun mit großer Begeisterung dieses gleiche Modell:ReK101-2016-06-27-181523

(*)
Im Nordosten von Brasilien kann man kein „R“ am Beginn eines Wortes aussprechen. Man ersetzt dies durch ein gesprochenes „H“. Außerdem schafft man es nicht Wörter „hart“ enden zu lassen und hängt in der Aussprache meist ein „e“ an, das wie ein „i“ ausgesprochen wird.
Somit wird aus ReK in der Aussprache „Hecki“. Und mit „hecki, hecki, hecki…“ ruft man seine Hühner auf dem Hof…

Die Flucht aus unserem Büro in Limburg

Anfang Juli mussten wir flüchten. Über 30 jahre lang waren wir in diesem Büro im Keller des Hauses und plötzlich, innerhalb von wenigen Stunden mussten wir dieses schnellstens verlassen.

Eine Heizungsleitung im Fußboden war wohl schon eine Weile durchgerostet und Wasser lief unmeberkt in den Boden des Mauerwerks. Die Wände sogen dieses Wasser auf und fingen an zu schimmeln.

Hier eines der letzten Bilder in den letzten Stunden im alten Büro. Links Jutta Müller, rechts Annette Jeuck. Es wurde schon ein Schrank entfernt, hinter dem die Wand schon schwarz verschimmelt war. Auch im Flur fehlt schon die Garderobe.

sdr

Hier fast die gleiche Ansicht kurz darauf, mit „Probebohrung“im Boden:

dav

Wir hatten das Glück, dass im selben Haus oben eine Wohnung frei war. Da ich auch gerade auf der Durchreise von Berlin nach Brasilien in Limburg war, konnte ich zum Glück sofort einen neuen Mietvertrag unterschreiben.

So sieht es nun bei uns aus:

dav

Wir haben mehr Platz, konnten Unmengen an alten Aktenordnern wegwerfen und frisch beginnen. Es gab natürlich einige Tage „Reibungsverluste“, weil dies und das nicht sofort am gewohnten Ort griffbereit war. Aber alles in allem sind wir nun komplett funktionsfähig.

Die Anschrift bleibt die selbe, die Telefonnummer bleibt dieselbe, nur die FAX Nummer hat sich geändert, da wir nun kein FAX-Gerät mehr haben und direkt im Computer empfangen.

Die neue Faxnummer lautet: 06431 284367

Unsere E-Mail Adresse haben wir ebenfalls erneuert. Sie können natürlich weiterhin die bekannte Adresse info@rette-ein-kinderleben.de benutzen. Wir hingegen verwenden jetzt auch schon die neue Adresse: kontakt@verein-rek.de

Neuerungen im Heim 127

Ich habe das Heim gefragt, was die Kinder sich wünschen.

Platz 1 war, wie auch im Heim 126: Eine Fahrt an den Strand. Die Kinder haben schon viel davon gehört, aber noch nie im Leben das Meer gesehen.

Leider reichen die Mittel derzeit noch nicht, um eine solche Fahrt im Bus über rund 500km zu ermöglichen.

Platz 2 war ein kleines Fahrrad, für die kleineren Kinder. Das haben sie nun bekommen. Ein anderes, für die größeren Kinder, hatten wir schon vor rund einem halben Jahr anschaffen können.

DSCN2015_crIch freu mich wirklich, wenn ich diese glücklichen Kinderaugen sehe!

Im neuen Schlafsaal der größeren Mädchen haben wir über die letzten 6 Monate alle 11 Matratzen gegen neue ausgetauscht.

ReK127-2016-03-04-065923Platz 3 auf der Liste waren „Mosquiteiros“. Das sind Netze, die man zum Schutz gegen Mücken über den Betten aufspannt:

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Diese Netze sind zusätzlich zu den schon erfolgten Schutzmaßnahmen angebracht worden. Sicher ist sicher!

Einen kleinen, gebrauchten Computer hatten wir schon vor einigen Wochen sehr günstig erworben:

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Dann hab ich dem Heim etwas besorgt, was ihnen bislang vollkommen unbekannt war: Einen Rasenmäher. Bislang wurde der Rasen sehr unregelmäßig von einer fremden Person mit einem Rasentrimmer gekürzt.

ReK127-2016-05-23-160802Ich dachte mir, dass die Speisekarte des Heimes auch mal ein wenig Abwechslung vertragen könnte: Das Heim bekam einen Gas-Grill mit rotierenden Spießen:

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Ein gleichartiges Modell in Blau erhält auch das Heim 126.

Saubere Wäsche nun auch im Heim 126

Einige Monate nach dem Heim 127 hat nun auch das Heim 126 in Triunfo-PE eine Waschmaschine erhalten. Dies konnte durch Sonderspenden realisiert werden.

ReK101-2016-06-01-184839In Kürze erhalten sie auch noch Ventilatoren für den Schlafsaal und neue Matratzen.

P.S.
Einige Tage später ist auch das schon Realität:ReK101-2016-07-11-201214Der erste Ventilator und die ersten 4 Matratzen wurden schon gekauft. Ich muss immer abwarten, wie sich die Situation der Sonderspenden Monat pro Monat verhält. Erst wenn wieder genügend Sonderspenden eingetroffen sind, können wir weitere Dinge anschaffen.

Man should it not for possible hold…

Als der damaligen Moderator Werner Reinke (*) diesen Spruch vor rund 40 Jahren in seiner Radiosendung brachte, bin ich vor Lachen fast vom Sofa gefallen…

Die wörtliche Übersetzung von „Man soll es nicht für möglich halten“, die aber im Englischen überhaupt keinen Sinn ergibt…

Nun passiert im Moment etwas ähnliches. Paten, die kein Wort portugiesisch sprechen, versuchen durch Online-Übersetzungsprogramme wie z.B. Google-Translator, deutsche Briefe an ihr Patenkind ins Portugiesische übersetzen zu lassen.

Bitte, bitte: Tun Sie das dem Patenkind nicht an. Portugiesisch in Brasilien ist etwas anderes als Portugiesisch in Portugal. Woher wissen Sie, welches Portugiesisch das Übersetzungsprogramm benutzt?
Die Sprache, die im Nordosten von Brasilien gesprochen wird, basiert zwar auf dem Portugiesisch der Eroberer ab dem Jahr 1500, aber es haben sich so viele Eigenheiten ausgebildet, dass man mit einem computerbasiertem Übersetzer garantiert ins Fettnäpfchen tritt.

Als Pate ist der Übersetzungsservice durch Rette ein Kinderleben e.V. für Sie natürlich kostenlos. Wir arbeiten in Brasilien mit mehreren Deutschen Auswanderern zusammen, die Ihre Briefe liebend gerne und schnell übersetzen. So können Sie sicher sein, dass auch wirklich das in Brasilien ankommt, was Sie sagen wollten.

Seit es möglich ist Briefe über die Webseite von Rette ein Kinderleben e.V. an das Patenkind abzuschicken, steht die Übersetzung oft schon nach wenigen Stunden bereit.

(*)
Werner Reinke moderierte in den 70er und 80er Jahren im Hessischen Rundfunk die wohl beliebtesten Sendungen „Hitparade International“ und „Mittagsdiskotheke“. Seine markannte Stimme erkennt man unter Millionen…
my lovely mr. singing club…