Frisch gestrichen

In unserem Heim 122 in Jaqueira-PE wurde in den letzten Wochen die innere Mauer mit Keramik verkleidet und neu gestrichen.

Die Kinder freuen sich, dass es dort nun so schön aussieht:Leider mussten die Arbeiten über viele Wochen „gestreckt“ werden, da die Sonderspendenlage im Frühjahr sehr „ruhig“ ist. Nun ist das Werk aber vollbracht.Jetzt müssen die Mitarbeiterinnen noch ein wenig warten, bis wieder genug Spenden zusammen kommen, um auch ihr schimmelndes Wohnhaus zu reparieren.Der lila Pfeil zeigt an, wie hoch das Wasser während der Flut im Jahr 2010 stand. Für die Renovierung dieser Hauswände erbitten wir höflichst Ihre Spenden.

Oben ohne im Heim 102

Derzeit sieht es in unserem Heim 102 in Igaci-AL etwas ungewohnt aus:Nach einem Brandanschlag vor einigen Tagen mussten wir das Dach des Versammlungsplatzes, wo die Mütter üblicherweise ihre monatlichen Einkaufscoupons erhalten, komplett abreissen.Jemand war mitten in der Nacht über eine Mauer geklettert, hatte die Tür, die oben im Bild nur noch zu erahnen ist, aufgebrochen, einen Stuhl an einen Schrank gestellt und darauf Feuer gelegt. Das Feuer griff auf das Dach über. Nur dem Hund des Nachbarn ist zu verdanken, dass jemand das Feuer des am Wochenende leer stehenden Hauses bemerkte. 5 Nachbarn löschten den Brand dann, in dem sie aus Ihren Häusern Wassereimer schleppten. Eine Feuerwehr gibt es vor Ort natürlich nicht…

Als erste Maßnahem haben wir, wie schon in anderen Häusern, die Mauer erhöht. Diese Sicherheitsmaßnahme ist aufgrund der gestiegenen Gewalt im Nordosten von Brasilien dringend nötig. In den Häusern 103, 109, 122 und 125 sind die Mauern nun schon ca. 3m hoch gewachsen. In den Häusern 112, 126 und jetzt eben 102 waren die Erhöhungen schon für die nächsten Wochen geplant.

Feuerlöscher hatten wir vor Monaten schon für die Heime im Großraum Recife gekauft. Jetzt haben auch alle anderen Heime zwischen 2 und 4 Feuerlöscher erhalten.

Bester Schutz gegen Einbrecher sind eigentlich Hunde, die Nachts frei auf dem Gelände laufen können. 2 davon hatten wir im Heim 109. Die wurden beide vergiftet… Das war eigentlich der Auslöser, für die höheren Mauern… Nun also auch noch als Brandschutz…

 

 

Onlinespende

In Zusammenarbeit mit dem Anbieter Fundraisingbox ist es nun auch möglich online an Rette ein Kinderleben e.V, zu spenden:

Über unser Heim 126

Unser Heim 126 ist benannt nach Katja Barth, die diese Welt leider viel zu früh verlassen musste. Ihre Eltern spendeten Rette ein Kinderleben e.V. das Haus, welches im Gedenken an ihre Tochter „Casa Katja“ heißt.Im Heim 126 werden Mädchen betreut und versorgt, die weit entfernt von der nächsten Schule wohnen. Statt dass Sie täglich einen stundenlangen Fußmarsch bewältigen müssen, können Sie so ausgeruht von unserem Heim  zur Schule gehen.Im Laufe des letzten Jahres wurden in mehreren Etappen alle Matratzen gegen Neue ausgetauscht.Auch 3 neue Ventilatoren gab es für die Schlafsäle. Alle Fenster haben Mückenschutzgitter erhalten. Nicht zu vergessen: Das Heim bekam auch eine Waschmaschine, eine Musikanlage und einen 32″ Fernseher mit digitaler Satellitenanlage!

Nachmittags stehen die Hausaufgaben auf dem Programm. Im Einzelfall leistet unsere Assistentin Maria do Carmo auch Nachhilfeunterricht.Aber auch der Spaß kommt nicht zu kurz:Für das leibliche Wohl sorgt unsere Köchin Nildete. Seit kurzem zusätzlich mit neuem Grill und Mikrowelle.In diesem Jahr werden wir aus Sicherheitsgründen die Mauern um das Heim erhöhen müssen.

„ENEM“-Freude im Heim 109

Zum ersten Mal in der langen Geschichte unseres Heimes 109 in Jaboatão dos Guararapes-PE hat ein Patenkind die Aufnahmeprüfung zur Universität bestanden! Lais Maria Muniz hat im Alter von 17 Jahren nicht nur den Schulabschluß „Ensino Médio“ bestanden; in der ENEM(*)-Prüfung erzielte Sie so gute Noten, dass Sie nun an der Universidade Federal de Pernambuco (UPE) das Fach Naturwissenschaften studieren darf.

Die Heimleiterin Sra. Adriele bezeichnet Lais als „Vorzeigepatenkind“. Immer gute Manieren, immer gut gelaunt, stets aufmerksam und in der Schule niemals auch nur die geringsten Probleme. Gerade in den Favelas rund um unser Heim 109 ist Lais eine herausragende und wunderbare Ausnahme.

Die große Freude teilt mit Ihr und uns auch Ihre langjährige Patin in Hankock, NH – USA, die Lais schon seit 12 Jahren regelmäßig unterstützt.
* ENEM = Exame Nacional do Ensino Médio
Die weltweit zweitgrößte Schulabschlußprüfung, die gleichzeitig in allen brasilianischen Bundesstaaten zur selben Uhrzeit im November eines jeden Jahres stattfindet.

Wasserspaß im Heim 127

Es hatte zum ersten Mal seit vielen Monaten kurz geregnet. Ich dachte mir, dass man mit dem aufgefangenen Regenwasser auch ein wenig Spaß haben könnte. Zunächst wolte ich kleine Wasserpistolen kaufen, aber das war im Umkreis von 30km unmöglich. In Serra Talhada-PE, im allerletzten Laden, bevor ich mein Vorhaben aufgeben wollte, gab es dann doch noch diese „Wasserpumpen“.

Die Kinder hatten einen riesen Spaß sich gegenseitig nass zu machen…

Grundsätzlich ist die Wassersituation präkär. In Princesa Isabel-PB gibt es seit über 2 Jahren schon kein Wasser mehr aus der Leitung. Arme Familien müssen mitlerweile Wasser aus Tümpeln trinken, in welchen man hier nicht mal einen Finger stecken würde. Einige Städte versorgen die Bürger über „Wasser-LKW“ („PIPA“) und große Wassertanks mit relativ sauberem Wasser:

In Princesa Isabel-PB, wo der letzte Bürgermeister wegen Korruption verhaftet wurde, funktioniert aber auch das nicht…

Die wichtigsten Flüsse sind ausgetrocknet. Hier der Rio Pajeú, ein „Fluß“ der normalerweise vor der Stadt Flore-PE floß. Früher bis hoch zu den Betonteilen. Er ist lebenswichtig für das gesamte Ökosystem in der trockenen, steppenähnlichen „Sertão“, doch nun liegen 350km Flußlauf trocken. Damit versiegen auch praktisch alle Quellen im Umkreis. In der Stadt União dos Palmares-AL hatte im Jahr 2010 der reißende Fluß nach starken Regenfällen die halbe Stadt mit sich gerissen und vielen Familien die Häuser geraubt. So sieht dieser Fluß heute aus:Auch die Quelle, die unser Heim 127 in Santa Cruz da Baixa Verde-PE versorgte ist auch trocken. Dadurch lief auch unsere Wasserpumpe heiß und ist nun nur noch Schrott. Auch dort müssen wir nun Wasser per LKW anliefern lassen. Obwohl als „Trinkwasser“ deklariert, kommt es doch oft aus unsauberen Wasserstellen. Die Heimleiterin berichtete mir, dass 2000l frisch angeliefertes Wasser am nächsten Tag plötzlich grün wurde.

Theo Menzner *1933 – †2016

Im Alter von 83 Jahren verstarb heute der Gründer und langjährige 1. Vorsitzende von Rette ein Kinderleben e.V., Herr Theo Menzner.Theo Menzner wurde im September 1933 in Bremen geboren.
Nach dem Abitur und mehreren Jahren im Bundesgrenzschutz arbeitete er viele Jahre in verschiedenen Unternehmen als Verkaufs- und Bereichsleiter, bevor er sich mit einem Handel für Dentalprodukte Ende der 70er Jahre selbständig machte.

Auf einer Kreuzfahrt im Jahr 1981 kam das Ehepaar Menzner zum ersten Mal in den Nordosten von Brasilien. Der Anblick dieser bitteren Armut vieler Familien brachte ihn dazu in eigener Regie für die Kindernothilfe in Duisburg Spenden zu sammeln. Bald darauf übernahm der 1983 neu gegründete Verein Rette ein Kinderleben e.V. eines der Heime in Limoeiro im Bundesstaat Pernambuco.

Über 30 Jahre lang leitete Theo Menzner den Verein als 1. Vorsitzender und Geschäftsführer. Er baute eine enorme Hilfsorganisation auf, die noch 28 weitere Heime baute und Zehntausenden von Kindern ein Leben ohne Hunger und Not ermöglichte.

Im Oktober 2014 erlitt er zu Hause „aus heiterem Himmel“ einen Schlaganfall, der ihn fortan ans Bett fesselte.
Nach 2 Jahren intensiver, häuslicher Pflege verließen ihn heute endgültig die Lebenskräfte.

Vielen Dank Theo Menzner für Rette ein Kinderleben.

Weihnachtsüberraschung

Mit dem monatlichen Einkaufscoupon kaufen die Mütter der Patenkinder in ausgewählten Supermärkten die nötigen Lebensmittel ein, um ihre Familie zu versorgen. Dabei legen wir von Rette ein Kinderleben e.V. Wert darauf, das keine Dinge wie Zigaretten oder gar Alkohol gekauft werden. Bohnen und Reis gehören zu den wichtigsten Sachen im Einkaufswagen. Dazu natürlich auch Öl, Eier und Mehl.Zu Weihnachten hatte ich den Wunsch, dass die Patenkinder selbst auch etwas besonderes erhalten. Aufgrund der Spendenlage war es möglich den Wert des Einkaufscoupons im Dezember einmalig um rund 65% zu erhöhen, unter der Bedingung, dass die Familien neben den üblichen Einkäufen diesmal auch etwas spezielles nur für die Patenkinder kaufen.
Hier einige Eindrücke der Einkäufe im Supermarkt im Bereich unseres Hauses 128 in Manaíra im Bundesstaat Paraíba:

Was kann es schöneres geben als zu Weihnachten in glückliche Kindergesichter zu sehen.

 

 

Weihnachtsfeiern in den Heimen

In unseren 3 Heimen mit internen Kindern fanden bereits die diesjährigen Weihnachtsfeiern statt. Hier einige Eindrücke:Der Kuchen im Heim 125 war diesmal besondern schön dekoriert. Nach dem Fest mit viel Essen, Musik und Tanz erhielten alle Kinder ein Geschenkpaket:Anschließend haben die Kinder das Heim verlassen und sind  zu ihren Familien zurück gekehrt, denn bis Anfang Februar haben Sie Sommerferien.

Hier ein Bild aus dem Heim 127:Auch hier gab es anschließend für jedes Kind ein kleines Geschenk.

Das Heim 126 war mit den Kindern im Schwimmbad:Anschließend gab es viel zu Essen:Abends erhielten dann alle Kinder noch ein kleines Geschenk:

Nachhilfeunterricht

In wenigen Tagen ist das Schuljahr zu Ende und es beginnen die großen Sommerferien, die den ganzen Januar hindurch dauern.
Unsere Mitarbeiter besuchen mindestens 2 Mal im Jahr die Schulen der Kinder und erfragen dort den Leistungsstand. Sollte sich dabei zeigen, dass eines der Kinder nicht regelmäßig den Unterricht besucht oder gar sitzenbleiben könnte, so sprechen die Heimleiterinnen zunächst mit den Eltern. Nicht selten zeigen aber die Eltern der Kinder wenig bis gar kein Interesse an den Leistungen ihrer Kinder.
In solchen Fällen hat die Heimleiterin die Möglichkeit den monatlichen Einkaufscoupon zunächst teilweise bis letztendlich ganz zu streichen, um so die Eltern zu mehr Unterstützugn zu bewegen.
Manchmal sind die Eltern aber auch Analphabeten und können Ihren Kindern beim besten Willen nicht bei den Hausaufgaben helfen.

Rette ein Kinderleben e.V. legt sehr großen Wert darauf, dass auch lernschwächere Patenkinder nicht auf der Strecke bleiben. Daher findet in mehreren Heimen Nachhilfeunterricht durch unsere Mitarbeiter statt.

Hier eine Gruppe im Heim 127 mit der Assistentin Aparecida beim Besprechen von Aufgaben:Um die kleineren Kinder im Heim 127 kümmeret sich die Assistentin Josicleia:Im Heim 125 hilft die Assistentin Damiana den Kindern mit Mathematik:Im Heim 122 ist  die Assistentin Elane mit der Hilfe betraut:

Auch in anderen Heimen findet ähnlicher Unterricht statt.

Damit sich die Kinder in der Schule mehr anstrengen, hilft übrigens sehr oft auch eine Ermahnung durch den Paten. Eine kleine, nette Anmerkung in Ihrer Paten-Post bewirkt nicht selten „Wunder“.