Neue Mauer für das Heim 122

Im Heim 122 in Jaqueira-PE musste die Mauer zur Straßenseite hin repariert werden. Ein Baum hatte durch seine immer größer werdenden Wurzeln die Mauer langsam angehoben. In dem Zusammenhang haben wir aus Sicherheitsgründen die Mauer um rund 1m erhöht.

Dieses Foto stammt aus dem Jahr 2010 und wurde kurz nach der „Jahrhundertflut“ aufgenommen. An der Mauer rechts erkennt man noch, wie hoch das Wasser damals stand:6 Jahre später war dieser Baum so groß geworden, dass er zur Gefahr für die Stabilität der Mauer wurde. Der Bürgermeister schickte dann jemanden, der den Baum fällte:Anschließend begannen die Bauarbeiten für die Aufstockung der Mauer:Hier das Endergebnis. So sieht die Mauer heute aus:Auch der Bürgersteig wurde von der Stadt neu asphaltiert. Unter der Eingangstür die schon zuvor beschriebene „Staumauer“, die uns vor eindringendem Regenwasser schützt.

Den aufgestockten, neuen Teil haben wir, wie schon bei unserer Zentrale, in den Farben der deutschen Flagge gestrichen.

Auf dem oberen Foto von 2010 sieht man rechts neben dem Heim eine Wiese. Vor rund 2 Jahren hatte die Stadt Jaqueira dieses Grundstück zu einem Sportplatz mit Tribühne ausgebaut und unsere Grundstücksmauer als Basis für eine eigene Aufstockung benutzt. Dabei machte sich niemand gedanken darüber, dass durch den herunterlaufenden Mörtel unsere Seite der Mauer verschandelt wurde: Endlich hatten unsere Beschwerden bei der Stadt Gehör gefunden und man schickte jemanden, der diese Mauer zumindest verputzt:In Kürze werden wir diese Mauer neu streichen und wieder schön bunt bemalen können.

Neue Mauer für das Heim 109

Im Heim 109, das im Stadtteil Barra de Jangada der Stadt Jaboatão dos Guararapes-PE liegt, hatten wir schon einige Male „ungebetenen Besuch“. Die Mauer von rund 2m Höhe reichte nicht aus, um Jugendliche davon abzuhalten darüber zu klettern. Außerdem war das große, eiserne Schiebetor so verrostet war, dass es sich nicht mehr öffnen ließ. Da wir vor kurzem auch das Büro des Heimes vom alten- in den 2004 eröffneten neuen Teil verlegt hatten, machte es Sinn, dort einen günstiger gelegenen Eingang zu öffnen.Ende Oktober 2016 begannen die Arbeiten um die Mauer um 1m zu erhöhen, den neuen, gesicherten Eingang in die Mauer zu bauen und das Schiebetor gegen ein Neues aus Aluminuim auszutauschen.

Hier nun die Mauer von aussen, mit dem neuen Tor:Und hier der zusätzliche Eingang:Auch hier wieder der aufgestockte Teil in schwarz/rot/gold.

Weitere Bauarbeiten im Heim 125

Nachdem das Heim 125 schon eine „Schallschutzmauer“ zur Straße hin erhielt, folgte nun der Umbau des Eingangsbereiches. Bislang war dort lediglich ein Metallgitter angebracht:rek125-2016-11-02-073921Um auch hier noch etwas mehr gegen den Krach der gegenüberliegenden Fabrik zu tun, wird an gleicher Stelle zugemauert und eine Tür sowie ein Fenster eingesetzt:rek125-2016-11-07-080553


Hinter dem Haus, vom Nachbargrundstück aus gesehen, machten wir vor kurzem eine erschreckende Entdeckung. Viele Ziegelsteine waren defekt. So konnte Wasser ins Mauerwerk eindringen.rek125-2016-10-26-135123Schnellstmöglich wurde nun diese Wand verputzt.rek125-2016-11-01-081812Anschließend wird natürlich auch noch neu gestrichen.

In dem Zusammenhang haben wir dann entschieden, dass die gesamte rückseitige Wand verputzt wird, um uns auf Jahre hin gegen Schäden abzuzsichern.rek125-2016-10-26-134044Mit dem Nachbarn, dem dieses unbebaute Grundstück gehört, wurde auch besprochen, dass sämtliche wilden Bäume, die direkt an unser Grundstück grenzen, entfernt werden. Für ihn der Vorteil, dass nun mal jemand diesen Wildwuchs beseitigt. Für uns der Vorteil, dass keine Äste mehr an der Wand „kratzen“.

Ameisen und neue Technik

Das Heim 127 rief erschrocken an: Im Drucker hatten sich Ameisen eingenistet:rek127-2016-10-27-071528Nun hatte ich vor rund 1 Monat schon in einem anderen Heim, ein „Wunderwerk der Technik“ beschafft, nun war es schneller als gedacht an der Zeit, das gleiche auch für das Heim 127 zu kaufen: Einen Staubsauger.rek127-2016-11-01-101030Água & Pó heißt übrigens: Wasser und Staub.

Solches technisches Equipment ist in Brasilien relativ unbekannt. Praktisch niemand hat einen Staubsauger oder eine Waschmaschine. Daher hört man im Gespräch auch an allen Ort immer wieder die gleiche Denkweise: Ein Staubsauger sei nur dazu da ein Sofa zu säubern und eine Waschmaschine zerstört die Wäsche…

Im Büro von 127 hingegen wurde nun per Staubsauger der Drucker gereinigt. Eine gänzlich neue und unerwartete Anwendung…rek127-2016-11-01-102621

Renovierung unseres Hauptbüros

Nach vielen, vielen Jahren war es dringend erforderlich, einige Renovierungsarbeiten am Haus unseres Zentralbüros in Jaboatão dos Guararapes-PE durchzuführen. Dort ist unsere „Administration“ untergebracht, die alle Heime mit Geld und Unterstützung versorgt. Im gleichen Haus, ein Zimmer weiter ist das Büro des Heimes 103.

Das Mauerwerk war im unteren Bereich ziemlich angegriffen. Aufgrund der ständig hohen Luftfeuchtigkeit fängt dieser Bereich gerne und schnell an zu schimmeln. Daher habe ich entschieden, dass dort nun Kacheln angebracht werden, die bei weitem nicht so anfällig sind und die Bausubstanz viele Jahre schützen werden.adm2016-10-20-132949So ist das ganze Haus nun „untenherum“ mit Kachel versehen worden. Wir hatten uns vor Ort überlegt, welchen Typ Kacheln wir anbringen werden und kamen, nach einigem Suchen, letztendlich auf die Farben der deutschen Flagge.

Als ich neulich einer anderen Heimleiterin diese Entscheidung überlies, das Haus 124 in União dos Palmares-AL mit Kacheln zu versehen, war das Ergebnis etwas „gewöhnungsbedürftig“:rek124-2016-09-20-171901Da man in Brasilien keine Ahnung hat, was „Parkett“ ist und erst Recht nicht weiß, wie Parkett auf dem Boden aussieht, hat die Heimleiterin dieses „schöne“ Muster für die Wand gekauft, welches man in Deutschland höchstens als Bodenfliese nehmen würde.

Auch für unser Hauptbüro selbst hatten wir nach kurzer Zeit die Idee schwarz/rot/gelb zu kacheln:adm2016-10-20-132055So hat unsere Maria das Graças („Jaidete“) nun ein neu (und hell) gestrichenes Büro mit einer, im wahrsten Sinne des Worten, „coolen“  Fliesenwand. Zusätzlich haben wir die alten Holzfenster, die wir mindestens 2 mal im Jahr neu streichen mussten, gegen Alu-Schiebefenster ausgetauscht.

Endlich wieder interne Kinder im Heim 125

Zum ersten Mal seit vielen Jahren wohnen wieder Kinder im Heim 125

Aus finanziellen Gründen (der Umtauschkurs € <-> R$ war einige Jahre für uns „katastrophal“) mussten damals Mitarbeiter entlassen werden sowie die internen Kinder zurück nach Hause geschickt werden. Diese Situation war sehr unbefriedigend, denn ein leerstehendes Heim ist nicht Sinn der Sache.

Seit Anfang Oktober sind nun wieder die ersten Kinder wochentags im Heim untergebracht, damit für sie der Weg zur Schule kürzer und weniger anstrengend ist. An den Wochenenden gehen die Kinder wieder zurück in die entfernt liegenden Sítios ihrer Elternrek125-2016-10-03-114007_crRette ein Kinderleben e.V. hatte in den letzten Wochen den Schlafsaal renoviert, die Betten entrostet und neu gestrichen, eine Musikanlage und einen 32″ Fernseher mit digitalem Satellitenempfang angeschafft, viel erforderliche Bettwäsche, Geschirr und Handtücher neu gekauft und nicht zuletzt eine weitere Mitarbeiterin eingestellt, die nun ebenfalls Wochentags im Heim schläft und sich um die 8 bis 12 jährigen Kinder kümmert.rek125-2016-10-03-121733Das Kochen übernehmen alle Mitarbeiter im Wechsel. Nach ersten Berichten sind die Kinder begeistert von der neuen Umgebung und fühlen sich gleich sehr wohl…bis auf ein Mädchen, das wegen Heimweh gleich nach der ersten Nacht wieder zurück zu Ihrer Mutter wollte. Für sie erhält in Kürze ein anderes Mädchen die Chance im Heim zu übernachten.rek125-2016-10-07-065206Wir haben zunächst nur 5 Mädchen aufgenommen. Eine Art „Generalprobe“. Sollte diese in den nächsten Wochen erfolgreich verlaufen, könnten wir bis zu 40 Kinder im Heim versorgen. Dann müssten wir allerdings auch noch eine Köchin einstellen…

Leider sind nicht alle Familien von den Vorzügen des Heimaufenthaltes für Ihre Kinder zu begeistern, denn natürlich können wir nicht 2Mal eine Unterstützung bezahlen. Ist ein Kind im Heim, erhält die Familie entsprechend keinen Einkaufscoupon mehr.

Die deutlichen Mehrkosten für das Wohnen, Essen, Schlafen im Heim decken wir übrigens über allgemeine Sonderspenden an den Verein.

Bitte erlauben Sie uns Ihnen erneut unsere Spendenkontonummer zu präsentieren, denn nur durch Ihre Spenden können wir helfen:

Rette ein Kinderleben e.V.
Konto (IBAN) : DE85511500180000000778
BIC: HELADEF1LIM

Nachtrag 4 Wochen später:
Nun sind es schon 6 Kinder, die Wochentags im Heim 125 schlafen:

Schallschutzmauer

Das Heim 125 in Princesa Isabel-PB liegt eigentlich in einer wenig befahrenen Seitenstraße. Nur leider liegt genau gegenüber, auf der anderen Straßenseite, eine metallverarbeitende Fabrikation von Aufbauten für Tanklastwagen. Es wird gehämmert und gefräst was das Zeug hält.

Unsere Mitarbeiterinnen sind zwar hart im nehmen, was diesen Krach angeht, aber ich habe nun den Bau einer „Schallschutzmauer“ in Angrif genommen.

So sah der Eingang des Heimes „Haus Helmut“ über viele jahre aus:rek125-2016-04-22-110838Die Mauer an der Straße wurde nun bis auf die Höhe des Hauses aufgestockt. Dabei wurde auch der Eingang nach links verlegt. Hier Bilder des Umbaus:rek125-2016-08-23-092631Es wurde zunächst Platz für die neue Tür geschaffen. Anschließend wurde viel  gemauert:rek125-2016-08-25-141320Nun sieht das Ganze von der Straße aus so aus:rfi2016-09-23-155956Mit neuer, 1,2m breiter Holztür und derzeit noch etwas zu weiß. In Kürze wird die freie Fläche bemalt werden, denn derzeit laufen einige Mütter an unserem Heim vorbei, weil sie es nicht mehr finden…

Der Lärm im Büro ist nun deutlich geringer.

Handgeschriebene Quittungen

Es gibt in Brasilien immer noch viele Geschäfte, in denen keine „Scannerkasse“ steht, sondern wo noch per Taschenrechner die Einkäufe summiert werden und mit etwas Glück auch der korrekte Betrag am Ende herauskomt. Es gab aber auch schon Quittungen in der Art: 5 Artikel á R$10 = R$70. So hat der Laden versucht R$20 nebenbei zu kassieren.

Rette ein Kinderleben e.V. hat daher seit jeher alle diese handgeschriebenen Quittungen erneut kontrolliert und nachgerechnet. Eine immens zeitaufwändige Arbeit, aber notwendig um die korrekte Verwendung der Spendengelder zu überprüfen. Dazu kam, dass bis vor einigen Monaten all dies erst mit mehreren Wochen Verzögerung erledigt werden konnte, da der Postweg von Brasilien nach Deutschland sehr lange dauert.

Heute sind alle Heime mit einem Computer ausgerüstet (Windows 10 Enterprise mit Office 365 und OneDrive). So können wir diese Kontrollarbeit nun deutlich vereinfachen und sehr viel schneller erledigen.

Hier eine übliche Quittung, wie sie in der Praxis häufig vorkommt:q1Und hier nun der gleiche Inhalt in einer Excel-Tabelle, in die das Heim nun gleich nach dem Einkauf Waren und Werte eintippt:q2Auf diese einfache Art können die Quittungen nun direkt vor Ort im Heim auf Richtigkeit überprüft werden, denn die Summen errechnet jeweils Excel. Sollte das Geschäft einen Fehler machen, kann umgehend reklamiert werden.

Da alle Daten aller Heime kontinuierlich über die Cloud „OneDrive“ auf die Rechner und unsere Server in Limburg und Berlin synchronisiert werden, stehen diese Informationen wenige Sekunden später auch in Deutschland zur deutlich vereinfachten Nachkontrolle zur Verfügung.

Die Schulung dieses neuen Verfahrens für unsere Mitarbeiter in Brasilien hat diesmal unserer Assisentin des Heimes 101, Lucélia, übernommen. Sie hatte in der Vergangenheit mehrere Computerkurse besucht und schnell verstanden, was ich ihr erkärt hatte.excHier die Schulung im Heim 103. Von links:
Regivânilia (Assistentin Heim 109 – leider halb verdeckt)
Gabriela (Assistentin im Heim 110)
Lucélia (Assistentin im Heim 101)
Anália Adriele (Heimleiterin im Heim 109)
Taís (Heimleiterin im Heim 110)
Marília (Assistentin im Heim 112 – leider verdeckt)
Cláudia (Heimleiterin im Heim 112)

Eine andere Schulung zuvor in unserem Heim 122 in Jaqueira-PE:

davDie Heimleiterin Adriana wendet uns leider den Rücken zu, Lucélia ist komplett verdeckt, die Assistentin des Heimes 103, Verônica, hat die Hand vor dem Gesicht, von hinten sieht die Assistentin Elane zu.

Dieses Excel-Verfahren eigenet sich ebenfalls sehr gut zur Kontrolle der Kasenbücher der Heime. Alle Heime tippen nun jeweils, wenn eine Seite vollgeschrieben ist, den Inhalt in eine solche Tabelle ab und kontrollieren so, ob alles richtig zusammengerechnet wurde.

Wahlkampf in Brasilien

Hier stehen Anfang Oktober die Wahlen der Kommunalpolitiker an. Ein riesen Zirkus, der hier veranstaltet wird. Überall Lautsprecherwagen, die extrem laut per gesungenem oder gesprochenem Text den einzig richtigen Kandidaten anpreisen. Überall auf den Straßen „Fußvolk“ mit Fahnen, auf denen die Nummer des Kandidaten prangt.

Es geht für die gewählten Kandidaten um viel Geld. Ist man erstmal Bürgermeister, hat man sich in aller Regel in kurzer Zeit ein neues, großes Haus gebaut und lebt nicht schlecht. Das Geld war zwar eigentlich für die Stadt gedacht, aber in Brasilien geht man mit sowas etwas lockerer um… „Berühmt“ in den Medien, bis hin nach Deutschland, wurde ja vor ca. 2 jahren eine Bürgermeisterin, die alle ihre neuen Anschaffungen stolz auf Facebook zeigte…bis sie doch tatsächlich wegen Veruntreuung von Staatsgeldern verhaftet wurde. Eine Ausnahme.

In Princesa Isabel-PB, wo wir unser Heim 125 betreiben, hat der amtierende Bürgermeister schon seit 5 Monaten keine Gehälter mehr an seine städtischen Mitarbeiter mehr ausgezahlt. Das Geld war schlicht verbraucht. Das Gleiche in União dos Palmares-AL, wo unser Heim 124 steht. Der Eheman unserer Assistentin vor Ort arbeitet bei der Stadt und seit 3 Monaten gab es keinen Lohn mehr.

Welch eine Freude war es dann für mich zu sehen, dass es auch anders geht. In Igaci-AL, wo das Heim 102 steht, sind neuerdings alle Straßen geteert. Keine holprigen Sand- oder Steinwege mehr.

davUnsere Heimleiterin Elizabete berichtete von diversen Wohltaten, die der Bürgermeister für die Bewohner der Stadt ermöglicht hat. Er kümmert sich sehr um die Sorgen und Belange seiner Stadt. Elizabete meinte, ich müsse ihn unbedingt kennenlernen.15Gesagt getan… Einige Häuser weiter wohnt der Bürgermeister von Igaci-AL, der natürlich auch im Wahlkampf ist und dem ein Besuch aus Deutschland natürlich auch sehr gelegen kam. Er steht auf der Liste Nr. 15, daher die beiden Hände, die eine 15 zeigen sollen…

Ein paar hundert Kilometer weiter im Hinterland, in der Stadt Triunfo-PE kämpft unsere Heimleiterin des Heimes 101, Sandra, um die Wiederwahl als Stadtverordnete. „Sandra da Alemanha“ darf man nicht allzu wörtlich nehmen, aber es ist eben Wahlkampf, und da heißt es: Auffallen um jeden Preis.

mdeBei der vorletzten Wahl hatte sie es nicht geschafft, weil ein anderer Kandidat den Leuten einen Tag vor der Wahl erzählt hatte, Sandra würde nicht mehr kandidieren… Bei der letzten Wahl hatte sie es dann geschafft und wurde Stadtverordnete (Vereadora). Diesmal kämpft sie gegen kleine Geldgeschenke anderer Kandidaten, die versuchen sich Stimmen zu erkaufen. Es wird mit harten Bandagen gekämpft, denunziert, gelogen was da Zeug hält, um an die Stimmen der Anderen zu kommmen.


Nachtrag:

Sandra hat es bei den Wahlen erneut geschafft, als einzige Frau in Triunfo, wieder als Stadtverordnete gewählt zu werden.

Auch der Bürgermeister von Igaci-AL wurde im Amt bestätigt. Man darf in Brasilien übrigens nur 2 Legislaturperioden lang ein solches Amt bekleiden.

Princesa Isabel-PB hat nun einen neuen Bürgermeister, der hoffentlich besser für seine Stadt sorgen wird

Geschäfts- und Rechenschaftsbericht 2015

Wie jeder gemeinnützige oder mildtätige Verein muss auch Rette ein Kinderleben e.V. jedes Jahr dem Finanzamt gegenüber nachweisen, dass die eingenommenen Spendengelder satzungsgemäß verwendet wurden. Dazu werden alle Einnahmen und Ausgaben kategorisiert, summiert und in verständlicher Form dem Finanzamt zugeschickt.

Diese Informationen müssen außerdem in der jährlich stattfindenden Hauptversammlung den Mitgliedern von Rette ein Kinderleben e.V. vorgelegt werden. Diese stimmen dann darüber ab, ob der Vorstand (vereinfacht ausgedrückt) korrekt gearbeitet hat. Dieser Vorgang nennt sich „Entlastung des Vorstandes“. (Bitte nicht verwechseln mit „Entlassung“ )

In den vergangenen 3 Jahrzehnten wurde der Vorstand regelmäßig entlastet. Die Berichte hingegen wurden niemals außerhalb von Finanzamt oder Mitgliederversammlung veröffentlicht. Das wird sich in Zukunft ändern!

Seit Ende 2014 bin ich nun der 1. Vorsitzende von Rette ein Kinderleben e.V.
Mein erstes Jahr, über das ich eine solche Rechenschaft ablegen muss, ist das Kalenderjahr 2015. Das Finanzamt ist bereits im Besitz der Dokumente und hatte keine Beanstandungen. Nun muss noch die nächste Mitgliederversammlung die Entlastung beschließen.

Da die Mitgliederversammlung bislang immer im Dezember stattfand, also das laufende Jahr noch nicht abgeschlossen war, konnte immer nur die Entlastung für das davor liegende Jahr ausgesprochen werden. Auch dies habe ich angepasst: Die Jahreshauptversammlung findet ab jetzt immer im Januar statt, so dass über das vorige Kalenderjahr ebenfalls entschieden werden kann. Dadurch liegen in Zukunft schneller aktuelle Daten vor.

Für das Jahr 2015 kann ich schon bekanntgeben, dass ich den Verwaltungskostenanteil auf rund 15% gedrückt habe. In der Praxis heißt das, dass von einer Sonderspende von z.B. 100€ der Gegenwert von 85Euro in Brasilien ankommt. Das Gesetz würde sogar einen Verwaltungskostenanteil von bis zu 50% zulassen, aber mir ist es ein besonderes Anliegen, dass möglichst viel gespendetes Geld in Brasilien ankommt. Daher werde ich versuchen noch weitere Einsparungsmöglichkeiten nutzen, um effektiv mit Ihrem Geld umzugehen.

Weitere Details zu den Berichten dann, wenn die Mitgliederversammlung auch den Bericht zu 2016 gelesen- und den Vorstand entlastet hat.